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Blicke Nr. 21 (12/13)

Neuigkeiten

2. IKT- Treffen in Wien | Am 16./17. Dezember hat in Wien das 2. Treffen des Internationalen Koordinations-Team (IKT) statt gefunden. In den beiden Tagen hat das IKT intensiv an einem gemeinsamen Verständnis und einer gemeinsamen Ausrichtung im Sinne der GWÖ Idee gearbeitet. Im Zentrum standen dabei die Bedürfnisse und Wünsche der Gesamtbewegung. Es fand ein Austausch über die derzeitige Vision und Mission der GWÖ statt. Am zweiten Tag wurde der Fokus auf die (Re-)Organisation des IKT gelegt.

Die Internationale Ausrichtung der Gemeinwohl-Ökonomie sowie des rasche Wachstum stellt die strukturelle Organisation der Gesamtbewegung vor einige Herausforderungen. Das IKT ist bereit sich derer anzunehmen. Gemeinsam wurde ein Fahrplan erarbeitet, der es ermöglichen soll, dass die Bewegung weiterhin in dezentralen Strukturen nachhaltig und konsistent wachsen kann, gleichzeitig aber auch die Synergien einer internationalen Vernetzung optimal genutzt werden.

Aus der Analyse der derzeitigen Situation und einem Blick auf die Zukunft der Gemeinwohl-Ökonomie haben sich die 4 wichtigsten  Projekte ergeben:

  1. Entwicklung einer nachhaltigen Finanzstrategie
  2. Entwicklung und Etablierung von rechtlichen Strukturen auf internationaler Ebene
  3. Erarbeitung einer Gesamtstrategie durch die gesamte Bewegung
  4. Professionelles Management der Pionier-Unternehmen

Das IKT wird nun gemeinsam mit der Bewegung in den nächsten Monaten intensiv an diesen Themen arbeiten, um der Delegiertenversammlung im April konkrete Vorschläge für das weiter Vorgehen unterbreiten zu können.

Für die Umsetzung deiser 4 Projekten brauchen wir euer Mitwirken. All diejenigen, die sich berufen fühlen, die Arbeitsgruppen dieser Projeken zu unterstützen melden sich bitte bei den zuständigen IKT Mitglidern:

1. Urlike Häußler / Diego Isabel urlike.haeussler@gemeinwohl-oekonomie.org diego.isabel@gemeinwohl-oekonomie.org

2. Manfred Kofranek / Christian Kozina manfred.kofranek@gemeinwohl-oekonomie.org christian.kozina@gemeinwohl-oekonomie.org

3. Diego Isabel diego.isabel@gemeinwohl-oekonomie.org

4. Ulrike Häußler urlike.haeussler@gemeinwohl-oekonomie.org

Strategie & Vernetzungstreffen in Nürnberg | Am 11. und 12. Dezember waren Christian und Nini in Nürnberg, wo sich 7 alternativ-ökonomische Initiativen getroffen haben um sich über die Möglichkeiten einer zukünftig gemeinsamen Kooperation und Strategie auszutauschen. Vertreten waren die „Commons“, „Solidarische Ökonomie“, „Wachstumskritik“, „Transition Towns“, „Attac“, „Konzeptwerk: Neue Ökonomien“ und die GWÖ. In einem äußerst inspirierenden und wertschätzenden Rahmen haben sich jeweils 2 VertreterInnen sowohl über Visionen wie auch konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgetauscht.

Begonnen hat das Treffen mit einer Vorstellungsrunde aller vertretenen Bewegungen und der anschließenden Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten/ Unterschieden, verbindenden und trennenden Elementen. Die Grundstimmung war großartig. Das Resultat war die Erkenntnis, dass trotz der inhaltlichen Unterschiede der Wunsch nach Vernetzung da ist, ja sogar notwenig ist. Die unterschiedlichen Ansätze und Herangehensweisen wurden in keiner Weise als Hindernis einer Zusammenarbeit gesehen. Ganz im Gegenteil: Gerade die Unterschiede, die durch die Verortung in einem strategischen Gesamtspektrum ersichtlich wurden, zeichnen das Potential einer Zusammenarbeit aus. Eine Zusammenarbeit, die Vielfältigkeit zulässt und diese als Chance versteht dem herrschenden Paradigma vereint entgegen zu treten.

In 4 Murmelgruppen wurden mögliche Kooperationsformen besprochen. Beginnend bei einem eigenen Institut, getragen von mehreren etablierten NGOs bis hin zu Politik und Lobby- Arbeit. Eine gemeinsam ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit, die das Bedürfnis nach einer Gegenmacht zu dem herrschenden Paradigma darstellt ist ein weiterer Schritt möglicher Kooperation und Außendarstellung. Das Anerkennen und Akzeptieren der Vielfalt kann auch wichtig sein, um gemeinsame Gedanken nach außen zu tragen und neue Interessierte zu gewinnen um einen kulturellen Paradigmenwandel voranzutreiben. Auf Zustimmung traf auch die Idee, einen gemeinsamen Bewegungs-Kongress zu organisieren.

Eine konkrete Möglichkeit wäre die Degrwoth-Konferenz im September 2014 in Leipzig als Raum zu nutzen um zu beginnen eine gemeinsame Charta zu diskutieren. Das beim Treffen Erarbeitete könnte dort auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion öffentlich geteilt werden.

Ein nächstes gemeinsames Treffen ist noch vor der Konferenz im Juni 2014 geplant. Ein ausführliches Protokoll dieser beiden wunderbaren Tage wird in Kürze auf der GWÖ-Website veröffentlicht werden.

GWÖ in Argentinien | Vom 25. bis 28. November bereiste Christian Felber zum zweiten Mal Lateinamerika. Diesmal kam der Ruf von der Universität Buenos Aires, die unter dem wunderbaren Titel "Bienes comunes y bien común" ein internationales Seminar veranstaltete. Gemeingüter/Allmenden/Commons und Gemeinwohl-Ökonomie werden als siamesische Zwillinge betrachtet. Der Empfang war mehr als herzlich und begeistert, das Bewusstsein, dass die Welt sich in einer Systemkrise befindet, ist globalisiert.

Schon seit einigen Monaten haben erste Aktivitäten in Buenos Aires und Bariloche (1.600 Kilometer südlich) begonnen, im Zuge des Besuches haben sich die ersten drei Energiefelder - das dritte in Santa Fe - konsolidiert. Unter den ersten Unternehmen befinden sich auch zwei Mittelständler mit je knapp 2000 Beschäftigten. Interesse gab es auch seitens der ekuadorianischen Botschaft, was Christian besonders freut, weil gleich nach der Bayrischen die Verfassung Ekuadors zu seinen absoluten Lieblingen zählt: Die Natur hat einen eigenen Wert und Rechte und die indigene Philosophie des "guten Lebens", synonym mit Gemeinwohl, ist der Spiritus rector der Verfassung. Soviel steht fest: Lateinamerika und Gemeinwohl-Ökonomie sind jetzt schon dicke FreundInnen.

UNESCO-Lehrstuhl Gemeinwohl-Ökonomie | Das Projekt, über das schon mehrfach berichtet wurde, kommt zügig voran. Gegenwärtig laufen gerade die Ausschreibungen für die Universität, die den Lehrstuhl „hosten“ möchte sowie den 5- bis 7-köpfigen Rat, der ihn koordiniert. Die Gesamtkoordination des UNESCO Projekts liegt bei Juan Maráon. Falls ihr mehr Infos dazu benötigt meldet euch bitte bei Nini. Sie wird euch dann entsprechend vernetzen.

Bericht über die GWÖ in der Unternehmer.In (WKO) | In der aktuellen Ausgabe der Unternehmer.In (von Frauen der Wirtschaftskammer) erschien ein Artikel über die GWÖ, der absolut einseitig dargestellt, schlecht recherchiert und einer „Schmutzkübelkampagne“ gleicht. Den Artikel findet ihr hier.

Die Resonanz auf diesen Artikel war unglaublich, ganz im positiven Sinne. Viele UnternehmerInnen haben sich im Anschluss an die GWÖ gewandt und ihre Empörung zum Ausdruck gebracht. Einige haben sich auch direkt an die Chefredaktion gewandt und einen Gegenartikel aus Sicht einer GWÖ UnternehmerIn für die nächste Ausgabe gefordert. Stellungnahmen und einige LeserInnenbriefe, die freigegeben wurden sind auf der GWÖ-Webiste unter Aktuelles/kritische Diskussion einsehbar.

Gefährliches Handelsabkommen „TTIP“ droht |  Manche haben vielleicht das Multilaterale Abkommen über Investitionen „MAI“ in Erinnerung, das 1998 scheiterte. Nun gibt es einen neuen Anlauf für ein Handelsabkommen zwischen den USA und der EU, das geheim verhandelt wird. Hier gibt es Informationen:

Kommentar von Christian im „Standard“:

http://derstandard.at/1385171752681/Alle-Macht-den-Konzernen

Artikel in „Le monde diplomatique“ von Lori Wallach:

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/11/08/a0003.text

Broschüre des Seattle-to-Brussels-Network:

http://corporateeurope.org/sites/default/files/attachments/brave_new_transatlantic_partnership.pdf

Bericht der Frankfurter Rundschau zur Compact-Kampagne:

http://www.fr-online.de/wirtschaft/freihandelsabkommen-die-gefahr-der-schattengerichte,1472780,25664986.html

GWÖ Bayern: 10 Punkte Papier für die Außendarstellung | Die GWÖ Bayern hat gemeinsam mit Weilheim ein 10 Punkte Papier für das „inhaltliche Verständnis der Gemeinwohl- Ökonomie für die Außendarstellung“ beschlossen. Die 10 Punkte sowie Informationen über die GWÖ Bayern hier.

Gemeinwohl-Ökonomie:   Werte-Wandel in der Wirtschaft

  1. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.
  2. Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte  und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um.
  3. Wie diese Werte im unternehmerischen Alltag gelebt werden können, zeigt die Gemeinwohl-Matrix. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.
  4. Anhand der Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor. Bericht und Bilanz werden extern überprüft und veröffentlicht. Damit werden die Leistungen für das Gemeinwohl bekannt gemacht.
  5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch VerbraucherInnen, KooperationspartnerInnen und gemeinwohlorientierte GeldgeberInnen.
  6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum  Gemeinwohl  sollen  Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.
  7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der  Einkommenserzielung und der Alterssicherung der UnternehmerInnen und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer KapitalgeberInnen. So gelangen die UnternehmerInnen zu Freiräumen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, frei vom Druck zu größtmöglicher Kapitalrendite.
  8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.
  9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.
  10. 10.  Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.

Gemeinwohl-Ökonomie Bayern |Das Energiefeld Bayern mit seinen zahlreichen Aktiven und Interessenten umfasst derzeit die Regionalgruppe um München mit den ordentlichen Mitgliedern des „Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie sowie lokale Gruppierungen in Weilheim und Augsburg.

Was tun wir?

  • Koordination aller Aktivitäten rund um die Gemeinwohl-Ökonomie
  • Verbreitung der Gemeinwohl-Ökonomie (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie
  • Vernetzung und Unterstützung der Unternehmen und UnterstützerInnen
  • regionaler Ansprechpartner des Vereins zur  Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie

Was bieten wir?

  • Unternehmensbetreuung
  • Gemeinwohlbilanz-Beratung
  • Mitarbeit im „Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie“, Wien
  • Mitarbeit im Redaktionsteam
  • ReferentInnen

Bayerische Unternehmen, die bereits eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt haben:

Tagwerk Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft    -   Sparda-Bank München eG

Rw-cct GmbH Unternehmensbegleitung    -    ReWiG München eG

Regios eG   -   Ökoring Handels GmbH   -   Kirchner Konstruktionen GmbH

Homolka & Sennes Unternehmensbegleitung   -   Heckel Maschinenbau, Kaufbeuren

Gronau Photografie, Weilheim   -   Gärtnerei Löwenzahn, Reichling

Forum Berufsbildung München   -   Bodan Großhandel für Naturkost GmbH   -

Bio-Marktgemeinschaft eG   -   Bioland-Gärtnerei Hecker, Olching    -

Bioland-Gärtnerei Harro Colshorn, Bruckmühl

Aktuelle Informationen und Veranstaltungen   www.gwoe-bayern.org

Kontakte: Harro Colshorn, Klaus Pfaffelmoser – Allgemein  bayern@gemeinwohl-oekonomie.org

Jörn Wiedemann  –  Unternehmensbetreuung   joern.wiedemann@gemeinwohl-oekonomie.org

Roland  Wiedemeyer  –  Fragen zur Gemeinwohl-Bilanz   roland.wiedemeyer@rw-cct.de

Brigitte  Gronau  –  Gruppe Weilheim   weilheim@gemeinwohl-oekonomie.org

 

Gemeinden

Vernetzungstreffen der Gemeinwohl-Gemeinden | Am 23./24.11 2013 fand in Madrid (ESP) das erste bundesweite Treffen der ersten Gemeinwohl-Gemeinden sowie aller daran Interessierten statt. Das Energiefeld Madrid hatte die Veranstaltung vorbildlich organisiert und erntete einen schönen Erfolg: Rund 150 Personen aus ganz Spanien und einer Reihe weiterer Länder – darunter Kolumbien, Italien und Österreich - folgten der Einladung, mit einem hohen Anteil an Vize- und BürgermeisterInnen, GemeinderätInnen und -bediensteten.

Erster Höhepunkt war die Vorstellung von zehn Gemeinden vom Baskenland bis zu den Kanarischen Inseln, die bereits vorbildliche Gemeinwohl-Praktiken vorleben, von ökologischen Maßnahmen über Sozialprojekte bis hin zur BürgerInnenbeteiligung. Die Idee eines Buches entstand, in dem zu jedem Indikator der Gemeinwohl-Matrix eine oder mehrere vorbildliche Gemeinden porträtiert werden. Die Südtiroler Gemeinwohl-Region Vintschgau war per Videoübertragung dabei.

Der zweite Tag stand mehr im Zeichen des strategischen Austausches und der gemeinsamen Vorgangsweise. Die Stimmung stand im Zeichen der Verwaltungsreform, mit der die Regierung die Eliminierung zahlloser Gemeinden plant – ein Thema, das z. B. auch in Österreich virulent ist. Der Umstand, dass das erste Gemeinde-Vernetzungstreffen in Spanien stattfand, machte den dezentralen Charakter der Bewegung erstmals eindrucksvoll sichtbar. Die ÖsterreicherInnen und Deutschen werden noch einiges von den SpanierInnen und ItalienierInnen lernen.

Weitere Informationen könnt ihr hier einsehen.

Vinschger Pilotprojekt zur Gemeinwohlökonomie | Im März diesen Jahres begannen die vier Gemeinden in Südtirol den Prozess sich zu Gemeinwohl-Gemeinden zu entwickeln und sind damit absolute Vorreiter. Um Finanz- und Personalkapazitäten nicht allzu sehr zu belasten, beschlossen die vier Gemeinden, eng zusammenzuarbeiten und die Erstellung der eigenen Gemeinwohl-Bilanz auf ihren Schultern zu verteilen. Zwar schauen sich alle eigenständig ihr Rathaus sowie den Bauhof an, die Bestandsaufnahme der kommunalen Einrichtungen teilte man jedoch untereinander auf. Für den Laaser Bürgermeister und Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Vinschgau Andreas Tappeiner ist der Grundgedanke, die regionalen Kreisläufe nachhaltiger zu gestalten: „Uns kam es auf die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität an, und es hat sich herausgestellt, dass dies doch eher schwierig ist, umzusetzen.“ Dies liege vor allem an den gesetzlichen Vorgaben der EU und den italienischen Liberalisierungsbestrebungen. Bestimmte Gesetze seien verpflichtend einzuhalten, wodurch der Handlungsfreiraum der Provinzen arg eingeschränkt werde. Nun wolle man sich mit Politikern der Provinz- und Staatsebene zusammensetzen, um daran zu arbeiten.

 

AK Wissenschaft und Forschung

GWÖ Sommer Universität | Der AK WiFo als Teil des Vereins der Gemeinwohl-Ökonomie veranstaltet mit dem OeAD-WVGmbH (Wien) sowie drei Wiener Universitäten (TU Wien/BOKU Wien/Universität Wien), aber auch mit Unterstützung der FH Burgenland eine Sommeruniversität (Universitätslehrgang, ULG) zum Thema Alternative Economic an Monetary Systems: The economy of the future. Termin: 4. – 16. August 2014.

„Der ULG vereint die Kernbereiche Alternative Wirtschafts- und Geldsysteme, Ökologische Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement sowie Wirtschafts- und Handlungsethik. Die Teilnehmer/innen erhalten weitreichendes Fachwissen zum aktuellen Stand in Forschung und Praxis aus allen Bereichen (aus dem Curriculum).“

Teilnehmende Studierende erhalten 5 ECTS. Studenten und Studentinnen von anderen Hochschulen sollten abklären, ob eine Vergabe dieser Punkte möglich ist. Die Business School Lausanne (BSL) hat sich bereit erklärt, diese Anerkennung zu gewährleisten.

Sobald die Vorarbeiten abgeschlossen und die notwendigen Dokumente fertig sind, besteht dann die Möglichkeit der Anmeldung.

GWÖ UNESCO Lehrstuhl | Die GWÖ wurde von der UNESCO dazu eingeladen, einen Lehrstuhl zur GWÖ einzurichten. Damit dieses Zertifikat ausgestellt werden kann, werden Hochschulen benötigt, die solch eine Kandidatur unterstützen. Leider ist der Einreichungstermin mit dem 9. bzw. 17.12. sehr knapp gewesen. Dennoch kam es zu insgesamt drei Einreichungen aus Alicante, Barcelona und Lausanne.

Masterarbeit mit GWÖ Inhalten | Es gibt eine neue Masterarbeit mit der GWÖ als Teil-Inhalt (die leider noch nicht öffentlich ist). Andreas Fröhlich hat sie an der HSG St. Gallen bei Prof. Timo Meynhardt geschrieben. Der Titel lautet: Public Value Measurement in Practise – The Example of the Common Welfare Balance Sheet. Er wird jedoch eine Publikation hierzu vorbereiten.

Geförderte GWÖ Forschungsprojekte | Im Rahmen eines geförderten Forschungsprojektes (Sozial-ökologische Forschung), welches vom deutschen Ministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird, wurden drei Anträge erarbeitet, die auch die GWÖ zum Inhalt haben. Zum einen von der Uni Freiburg (Fakultät für Umwelt und Natürlich Ressourcen) und dem Ökoinstitut Darmstadt zum Thema Regionale Transformation durch sozial-ökologische handelnde Unternehmen. Hier fällt dem Institut für gemeinwohl-orientiertes Wirtschaften (IGWW) die Aufgabe zu, die Matrix Unternehmen in einem strukturschwachen Landkreis zu vermitteln. Dann ein Projekt der Uni Ulm mit der FH München sowie der FH Eberwalde zu einem onlinebasierten Weiterbildungsangebot. Und drittens von der Uni Dortmund (sozialwissenschaftliche Forschungsstelle) und dem IGWW zum Thema der GWÖ-Matrix als Element sozialökologischer Wandlung.

 

GWÖ Vereinsgründungen

Schweizer Vereinsgründung | Zur Gründung dieses Vereins begegneten sich am 4. Dezember 2013 ca. 35 Personen in Zürich. Volker Jäger, Leiter GWÖ-Wissenschafts- und Forschungskreises, begrüßte als Moderator dieses Abends alle Anwesenden herzlich. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Teilnehmenden berichtete Gaby Belz über die historisch gewachsenen Strukturen.

Volker Jäger trug ein paar strategische Gedanken vor. Wichtig sei es, in allen drei Bereichen zu wirken, so dass Unternehmen, Gemeinden und Bildungsstätten für die GWÖ gewonnen werden können.

In der Diskussion wurde die zentrale Bedeutung des «Vernetzungstreffens», welchem zurzeit acht Energiefelder angehören (AG, BE, BS, LS, LU, SG, TG, ZH), unterstrichen. Es ist das «Herz» dieses Vereins. Es soll auch weiterhin als Konsultativorgan bestehen bleiben und über gewisse Entscheidungskompetenzen verfügen. Welche das sein werden und wie die Strukturen des neuen Vereins aussehen sollen, dazu wurde eine Projektgruppe gegründet. Es haben sich für diese Aufgabe spontan sechs Mitglieder zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wurde eine Projektgruppe zu Organ- und Strukturfragen gebildet, die aus VertreterInnen des Vernetzungstreffens und einem Vorstandmitglied besteht.

Mit großem Applaus in den Vorstand gewählt werden: Ernst Feuz (Ressort: Unternehmen), John C. Ermel (Ressort: Bildungsträger) und Gaby Belz (Ressort: Finanzen). Gesucht werden Mitglieder für die beiden Ressorts Gemeinden und Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Wahl der Vorstandsmitglieder, der Annahme der Statuten und der Bestimmung des Mitgliederbeitrags für 2014 wurde der historische Schritt hin zum Schweizerischen Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie gemacht. Wir gratulieren herzlich!

Katalanische Vereinsgründung | Es ist fast 2 Jahre her als die Gemeinwohl Ökonomie in Spanien gelandet ist. Als Folge des ständig wachsenden Interesses an der Bewegung hat sich letzte Woche der katalanische Verein zur Förderung der Gemeinwohl Ökonomie gegründet. Der Wahlprozess über die Vorstandsmitglieder und das Koordinationsteam stand ganz im Zeichen der Transparenz und des systemischen Konsensierens.

Vorstand:

Mar Cordobés, Andreu Pérez, Oscar Martí y Marta Dardichón

Vocalías Representación Territorial (SprecherInnen)

Ramon Morata, Provincia de Barcelona

Alberto Manchado, Provincia de Girona

Xavier Romera, Provincia de Lérida

Juan de Marañon, Provincia de Tarragona

Nähere Informationen hier.

Auch an den katalanischen Verein die herzlichsten Glückwünsche!

 

Termine

Österreichisches Energiefeld- Vernetzungstreffen | Am 7.2.2014 findet in Wien das zweite Vernetzungstreffen der österreichischen Regionalgruppen/Energiefelder statt. Wir werden gemeinsam Erfahrungen austauschen und gemeinsame Lösungen für die weitere Bewegungsarbeit ausarbeiten. Es wird mit einem kleinen Kostenbeitrag zu rechnen sein, der von der TeilnehmerInnen-Anzahl abhängig sein wird, aber sich vermutlich so um die € 5 gestalten wird. Falls noch Interesse an der Teilnahme besteht oder Ihr Punkte einbringen wollt, die unbedingt behandelt werden sollen, bitte um Mail an wien@gemeinwohl-oekonomie.org.

Lernweg zum/r zertifizierten GWÖ-BeraterIn in Deutschland | Am 14.und 15. März 2014 sowie am 16. und 17. Mai 2014 findet die nächste Ausbildung zum/r zertifizierten GWÖ-BeraterIn in Deutschland statt. Veranstaltungsort ist  Mannheim/Hirschberg. In vier Präsenztagen und zwei Telefonkonferenzen werden wir die wesentlichen Inhalte der Matrix besprechen sowie eine Vielfalt von Fragen zur GWÖ-Beratung. Anmeldungen und Rückfragen bitte an Ulrike Häußler (ulrike.haeussler@gemeinwohl-oekonomie.org) oder Johanna Paul (info@authentisch-wirtschaften.de).

Mehr Infos sind hier zu finden:

http://gemeinwohl-oekonomie.org/de/content/zertifizierung-0

GWÖ Weihnachtsferien Erinnerung | Die wohlverdiente Ferienzeit hat nun begonnen. Auf diesem Wege wollen wir Euch noch einmal daran erinnern, dass die täglichen Anfragen an das GWÖ Büro in der Zeit vom 20.12.2013-07.01.2014 nicht beantwortet werden können, da das Koordinationsbüro nicht besetzt ist. Ab dem 07.01.2014 sind wir vollen Elans wieder für euch da.

Danke

Danke | Wir möchten uns auf diesem Wege ganz herzlich bei all den Spendern und SpenderInnen bedanken. Es sind diesen Monat fast 6000 Euro an Spenden herein gekommen. Mit diesen Spenden kann das Büro wieder ein Monat länger finanziert werden. Welch eine schöne Überraschung so kurz vor Weihnachten. Vielen Vielen Dank Euch Allen!

 

Ein frohes Weihnachtsfest und einen wohligen Rutsch ins neue Jahr wünschen Euch

Nini & Christian

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